ZNU goes Zero

Warum ZNU goes Zero?

Der Klimawandel schreitet kontinuierlich voran. Nach derzeitigen (wissenschaftlichen) Erkenntnissen ist die Erderwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts zum größten Teil durch den Menschen verursacht. Die vergangenen drei Jahre (2014-2016) waren die wärmsten überhaupt. (Quelle: www.giss.nasa.gov). Diese Entwicklung ist bedingt durch den Anstieg der CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre auf vorher nie da gewesenes Niveau. Die prognostizierten Klimafolgen haben ökologische sowie soziale und ökonomische Auswirkungen.

Mehr: Klimadiagramm und Folgen für Unternehmen

Ziel der Initiative

Daher übernimmt das ZNU – Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung der Universität Witten/Herdecke (Wirtschaftsfakultät) mit seinen Partnern gemeinsam Verantwortung: Das ZNU setzt sich das Ziel, dass das ZNU-Partnernetzwerk (70 Unternehmen) bis zum Jahr 2022 an sämtlichen Standorten (netto-)klimaneutral wirtschaftet. Mit dieser gemeinschaftlichen Initiative, die im Frühjahr 2018 erstmals kommuniziert wurde, möchte das ZNU ein deutliches Zeichen in punkto unternehmerischem Klimaschutz setzen und der Verantwortung gegenüber kommenden Generationen noch gerechter werden.  

Ablauf der Initiative

  1. Die ZNU-Partner reduzieren schrittweise gemeinsam ihre Standortemissionen auf netto 0 („Klimaneutralität“).
  2. Das Netzwerk übernimmt damit gemeinschaftlich Verantwortung und beweist seine Vorreiterrolle.
  3. Unternehmensindividuelle Reduktionen werden durch Ökostrom und gemeinsame Kompensationen ergänzt. Dabei ist die Aufforstung zwingend notwendig.

Mehr Info: Verpflichtung der Partner

Mit ZNU goes Zero verpflichten sich alle Netzwerkpartner, sämtliche THG-Emissionen, die an den verschiedenen Unternehmensstandorten anfallen, soweit zu vermeiden bzw. zu reduzieren wie technologisch möglich und anschließend unvermeidliche THG-Emissionen mittels Klimakompensationen auszugleichen. Diese Initiative konzentriert sich auf die Unternehmensebene, wo pragmatisch und unmittelbar Potentiale gehoben werden können. Kooperativer Klimaschutz entlang der Wertschöpfungskette  bleibt ein wesentliches Thema, das es mittelfristig ebenfalls anzugehen gilt.

Wie wird dieses Ziel erreicht und überprüft?

Quelle: ZNU – Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung, 2018

1. Schritt

Standortspezifische Erfassung der THG-Emissionen nach international anerkannten Maßstäben wie bspw. dem Greenhouse Gas -Protocol (GHG) –Fokus Scope. (Nachweise über bestehende Klimabilanzen z. B. auch im Rahmen des ZNU-Standards). 

Mehr Info: Berechnungsgrundlage und Status-Quo Erfassung

2. und 3. Schritt

Vermeidung bzw. Reduzierung von THG-Emissionen durch unternehmensindividuelle Maßnahmen wie Sensibilisierung von Mitarbeitern für Klimaschutz im Tagesgeschäft, Prozessoptimierungen sowie die Umsetzung weiterer technologischer Energieeffizienzmaßnahmen. Nachweise sind möglich über den ZNU-Standard, EMAS oder die ISO 14001. 

Hilfe durch Netzwerk

Die Projektbeteiligten können sich im Rahmen des ZNU-Partnernetzwerks mittels Veranstaltungen wie Arbeitskreisen zum Thema Klima/Energie austauschen und so Synergien schaffen.

4. Schritt

Greening durch den Einsatz von zertifiziertem Ökostrom im Bedarfsfall. 

Mehr Info: Zertifikate und Neutralisierung

5. Schritt

Wenn vorhandene Energieeffizienzpotentiale ausgeschöpft sind, sollen die unvermeidlichen THG-Emissionen durch Klimakompensationsprojekte ausgeglichen werden. Hier ist Plant-for-the-Planet der Zielpartner, weitere Anbieter werden momentan identifiziert. Beim Thema Kompensation setzt das ZNU auf die Kombination von „Bäume & Bildung“. 

Mehr Info: Plant-for-the-Planet

Das ZNU sieht sich im Rahmen dieser 5 Schritte als „Qualitätswächter“, um damit den teilnehmenden Unternehmen die Sicherheit und Basis auch für eine glaubwürdige Kommunikation zu geben.

Wer ist das ZNU – Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung?

Das anwendungsorientierte Forschungsinstitut in der Wirtschaftsfakultät der Universität Witten/Herdecke wurde 2008 von Dr. Axel Kölle und Dr. Christian Geßner gegründet. Das ZNU beschäftigt derzeit 15 Mitarbeiter.

Die Mission des ZNU ist es, Nachhaltigkeit greifbar zu machen und Menschen für die Chancen Nachhaltigen Wirtschaftens zu begeistern. Das ZNU ist aktiv in Forschung und Lehre, Weiterbildung und Konferenzen sowie in der Entwicklung von ganzheitlichen Lösungen für mehr unternehmerische Nachhaltigkeit (> ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften)

Mehr Info: ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften

Das ZNU hat einen Nachhaltigkeitsstandard für die FMCG-Branche (schwerpunktmäßig für die Lebensmittelwirtschaft) etabliert und in 2013 der Öffentlichkeit vorgestellt – momentan befindet sich der ZNU-Standard in der Revision und wird im Sommer 2018 branchenübergreifend und international anwendbar sein. Der ZNU-Standard fordert und fördert die Entwicklung eines integrierten Managementsystems zum nachhaltigeren Wirtschaften. Er verbindet Nachhaltigkeitsanforderungen auf Unternehmens- und Produktebene und ermöglicht eine systematische und kontinuierliche Verbesserung der Performance in den Dimensionen Umwelt, Wirtschaft und Soziales. 

Webseite: znu-standard.com

Welche Unternehmen engagieren sich im ZNU-Netzwerk?

Das ZNU-Netzwerk besteht aus über 70 Partnerunternehmen, die überwiegend mittelständig geprägt sind und aus den Bereichen Hersteller, Dienstleister, Medien und StartUps mit Fokus auf der Ernährungsbranche / FMCG (fast moving consumer goods) stammen. Sie repräsentieren einen Gesamtumsatz von >25 Mrd. Euro und beschäftigen rund 80.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Mehr Info: ZNU-Partnernetzwerk

Selbstverpflichtungen zu ZNU goes Zero und Klimaneutralität

Bitburger-Braugruppe verpflichtet sich!

Jan Niewodniczanski, Beiratsmitglied des ZNU, hier mit dem Leiter des ZNU Dr. Axel Kölle.

Develey Senf & Feinkost Gmbh verpflichtet sich!

Michael Durach, Beiratsmitglied des ZNU, unterstützt ZNU goes Zero auch im Namen der Develey Senf & Feinkost GmbH. Hier mit ZNU-Leiter Dr. Axel Kölle und Frithjof Finkbeiner der Plant-for-the-Planet Foundation.

Ritter Sport verpflichtet sich!

Alfred Ritter zusammen mit Felix Finkbeiner (Plant-for-the-Planet Foundation) und Michael Durach(ZNU-Beiratsmitglied, Geschäftsführer Develey Senf & Feinkost GmbH)

Alle mittelständische Unternehmen, die sich zu ZNU goes Zero verpflichtet haben

weitere Unternehmen folgen in Kürze...

FAQ‘s zur Kompensation mit Plant-for-the-Planet

Warum werden die Bäume in Mexiko und nicht in Deutschland gepflanzt?

Plant-for-the-Planet pflanzt die Bäume in Campeche, Mexiko, auf einem stiftungseigenen Grund. Die  Bäume wachsen in Ländern des Südens etwa zwei bis vier Mal schneller als in Deutschland und binden somit schneller höhere Mengen CO2. Außerdem schaffen Bäume langfristig Arbeitsplätze in Ländern des Südens: In Campeche leben heute bereits mehr als 500 Menschen von den Gehaltszahlungen an die 78 Forstarbeiter von Plant-for-the-Planet.

Hat Plant-for-the-Planet die Kapazitäten, um 6 Mio. Bäume im Jahr für ZNU zu pflanzen – und das auch langfristig?

Ja! Mit 78 Forstarbeitern pflanzt Plant-for-the-Planet etwa 2 Mio. Bäume pro Jahr. Die Plant-for-the-Planet Foundation hat ihre Mitarbeiter so ausgebildet, dass sie innerhalb eines Jahres auf 10 Mio. Bäume skalieren kann. Um sicherzustellen, dass sie in Campeche auch langfristig aufforsten kann, erhöht  Plant-for-the- Planet die Aufforstungsfläche ständig, mit dem Ziel die Fläche von heute 13.700 Hektar auf 100.000 Hektar bis zum Jahr 2028 zu erhöhen, um mindestens 100 Mio. Bäume pflanzen zu können.

Wie lange stehen die Bäume und wie werden diese anschließend genutzt?

Die Bäume sollen etwa 20 Jahre lang wachsen und CO2 binden, bevor sie geerntet und im Sinne einer nachhaltigen Holznutzung zu langlebigen Holzprodukten verarbeitet werden. In diesen Holzprodukten  bleibt der Kohlenstoff über Jahrzehnte weiter gespeichert. Außerdem ersetzt Holz als Baumaterial Stahl  und Beton, welche für 10% des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich sind. Die Plant-for-the-Planet Foundation wird ab 2025 in Campeche eine stiftungseigene holzverarbeitende Industrie aufbauen, um die Wertschöpfung für die Menschen vor Ort zu erhöhen und mehr Arbeitsplätze zu schaffen. So können  immer wieder neue Bäume gepflanzt werden. Alle geernteten Bäume werden natürlich wieder aufgeforstet.

Kontakt

Für Fragen rund um ZNU goes Zero

Markus Laumann
Ansprechpartner:
Inhalt
Markus.Laumann@uni-wh.de
+49 (0) 2302 926-545

Patricia Kief
Ansprechpartnerin:
PR und Logonutzung
Patricia.Kief@uni-wh.de
+49 (0) 2302 926-554

Dr. Axel Kölle
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Inhalt & Koordination
Axel.Koelle@uni-wh.de
+49 (0) 2302 926-573
+49 (0) 172 4545478