Netto-Klimaneutralität

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen unserer 5-schrittigen Klimaschutzinitiative ZNU goes Zero setzen wir von Anfang an auch auf Plant-for-the-Planet als Partner. Wir schätzen die langjährigen Arbeiten der Initiative Plant-for-the-Planet sehr.

Die in der „Zeit“ (https://www.zeit.de/2020/53/plant-for-the-planet-klimaschutz-organisation-mexiko-spendengelder) erhobenen Vorwürfe haben uns sehr überrascht und müssen restlos aufgeklärt werden. Wir haben Plant-for-the-Planet daher aufgefordert, eine unabhängige und nicht mit Plant-for-the-Planet verbundene (wiss.) Prüfinstitution einzurichten, die die von Plant-for-the-Planet getätigten und kommunizierten Aussagen in Bezug auf Pflanzgebiete, den Erfolg der Anpflanzungen und die entsprechenden Aussagen zu CO2-Kompensationen verifiziert. Laut Auskunft seitens Plant-for-the-Planet wird die Organisation dieser Aufforderung ab Januar 2021 nachkommen. Darüber hinaus hat Plant-for-the-Planet zugesagt, dass sie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC zur Prüfung von bestehenden Daten (Erstbericht) und kontinuierlichen, zukünftigen Erstellung einer jährlichen Pflanz-Dokumentation beauftragen wird.

Wir schätzen die langjährigen Arbeiten der Initiative Plant-for-the-Planet sehr und sind sehr optimistisch, dass die Vorwürfe kurzfristig seitens Plant-for-the-Planet vollständig aufgeklärt und entkräftet werden.

Nichtsdestotrotz behält sich das ZNU nachwievor vor, bei Zweifeln an der Umsetzung der genannten Maßnahmen und bei Bestätigung der im „Zeit“-Bericht geäußerten Kritik, die Geschäftsbeziehung mit Plant-for-the-Planet aufzulösen.

Kompensation unvermeidbarer CO2-Emissionen

ZNU goes Zero verfolgt im 4. Schritt den Ansatz der freiwilligen CO2-Kompensation. Die freiwillige CO2-Kompensation kommt dort ins Spiel, wo sich Treibhausgase nicht mehr weiter vermeiden und vermindern lassen. Daher muss klimafreundliches Handeln immer an erster Stelle stehen, bevor die CO2-Kompensation der unvermeidbaren CO2-Emissionen greift. Die freiwillige CO2-Kompensation kann somit nicht das klimaschädliche Verhalten „reinwaschen“ und sie ersetzt auch nicht die möglichen eigenen CO2-Reduktionsbemühungen.

Insbesondere den Unternehmen kommt im Hinblick auf die freiwillige Kompensation eine wichtige Rolle zu, da sie ein wesentlicher Bestandteil unserer heutigen Gesellschaft sind und großen Einfluss nehmen. Zudem verursachen Unternehmen und Organisationen in Industrieländern wie Deutschland neben­ – dem Sektor der Energieerzeugung – mitunter die größten Mengen an CO2-Emissionen

(Kriterien gemäß Vorgaben UBA S.32-40).

 

ZNU goes Zero kooperiert beim Schritt 4 – Netto-Klimaneutralität mit den folgenden Anbietern:

South Pole Carbon Asset Management AG

myclimate Deutschland gGmbH

First Climate Markets AG

Climate Partner GmbH