Netto-Klimaneutralität

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Bedauern haben wir den STERN-Artikel (29.04.2021) über Plant-for-the-Planet zur Kenntnis genommen, 
https://www.stern.de/-plant-for-the-planet---spendengelder-versenkt--zweifel-an-stiftung-wachsen-30501150.html

In dezidierter Form wird dargestellt, dass es sich beim Plant-for-the-Planet-Ansatz zusammengefasst um einen zweifelhaften Ansatz handeln könnte. Der Artikel endet mit: „Bis heute haben sie (die PWC-Gutachter) ihre Arbeit noch nicht aufgenommen.“

Der Stern-Artikel und insbesondere dieser letzte Satz zielen dabei auf die seit Monaten seitens ZNU geforderte Transparenzoffensive ab, welche durch Plant-for-the-Planet geleistet werden muss und nicht zuletzt aufgrund des Zeit-Artikels (16.12.2020) nötiger denn je erforderlich ist. Inhalte dieser Transparenzaktivitäten sind nicht zuletzt die Erstellung eines Testates zur Überprüfung von Mittelverwendungen und Pflanzprotokollen seitens eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers (PWC) sowie auch die Einrichtung entsprechender, wissenschaftlicher Gremien zur Überprüfung von Aussagen z.B. zur CO2-Bindungsfähigkeit von Bäumen oder realistischer Anwachsraten von gepflanzten Bäumen. Bisher ist Plant-for-the-Planet den ZNU-Forderungen trotz vielfachen Nachfassens nicht umfänglich nachgekommen.

Wir haben uns seitens ZNU dazu entschieden, die Beziehung zu Plant-for-the-Planet ab sofort solange ruhen zu lassen, bis uns das Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PWC) zur Verfügung gestellt wird. Wir behalten uns allerdings explizit vor, die Beziehung komplett zu beenden.

Diese Vorgehensweise haben wir auch den beteiligten ZNU-Partnerunternehmen empfohlen.

Grundsätzlich stehen wir mit unserem 5-schrittigen ZNU goes Zero-Ansatz für fundierten und glaubwürdigen Klimaschutz – da wir stets den Fokus auf das „Vermeiden und Vermindern“ inkl. Ökostrom legen und betonen, dass nur unvermeidbare CO2-Emissionen in einem doppelten Verfahren zu kompensieren sind.

Kompensation unvermeidbarer CO2-Emissionen

ZNU goes Zero verfolgt im 4. Schritt den Ansatz der freiwilligen CO2-Kompensation. Die freiwillige CO2-Kompensation kommt dort ins Spiel, wo sich Treibhausgase nicht mehr weiter vermeiden und vermindern lassen. Daher muss klimafreundliches Handeln immer an erster Stelle stehen, bevor die CO2-Kompensation der unvermeidbaren CO2-Emissionen greift. Die freiwillige CO2-Kompensation kann somit nicht das klimaschädliche Verhalten „reinwaschen“ und sie ersetzt auch nicht die möglichen eigenen CO2-Reduktionsbemühungen.

Insbesondere den Unternehmen kommt im Hinblick auf die freiwillige Kompensation eine wichtige Rolle zu, da sie ein wesentlicher Bestandteil unserer heutigen Gesellschaft sind und großen Einfluss nehmen. Zudem verursachen Unternehmen und Organisationen in Industrieländern wie Deutschland neben­ – dem Sektor der Energieerzeugung – mitunter die größten Mengen an CO2-Emissionen

(Kriterien gemäß Vorgaben UBA S.32-40).

 

ZNU goes Zero kooperiert beim Schritt 4 – Netto-Klimaneutralität mit den folgenden Anbietern:

Fokus Zukunft GmbH & Co. KG

South Pole Carbon Asset Management AG

myclimate Deutschland gGmbH

First Climate Markets AG

Climate Partner GmbH